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Effekthascherei in Hochglanzprospekten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Michael Lieder   
Freitag, den 16. Juli 2010 um 09:46 Uhr

"1:5 000 000 dynamischer Kontrast", "Full-HD" und "Surround-Sound" - laut Hochglanzprospekt hat der neue Monitor eine geniale Ausstattung. Leider kann man viele Angaben der Prospekte nur als Werbegag betrachten, die Wirklichkeit sieht leider anders aus.

Was sich wirklich hinter den Werbeversprechen verbirgt, welche Ausstattung überhaupt sinnvoll ist und welche Rechte Kunden nach dem Kauf haben, zeigt die Stiftung Warentest immer wieder eindrucksvoll in ihren neutralen Testergebnissen.

Statt Fakten werden uns Verbrauchern oft nur Versprechungen verkauft die in der täglichen Praxis nicht zutreffen:
ZB. „Dynamischer Kontrast: 1:5 000 000“ klingt zwar beeindruckend, sagt allerdings wegen praxisfremder Messmethoden nichts über die wirkliche Bildqualität aus. Auch das Siegel "Full HD" ist ein leeres Versprechen, schließlich gibt es dafür gar keine Norm. "HD ready" dagegen garantiert zumindest HDTV-Tauglichkeit, allerdings keine wirklich gute Bildqualität.

Und wenn der brandneue Fernseher Probleme macht? Dann empfiehlt sich der Gang zum Händler, dort hat man einen Anspruch auf Gewährleistung. Sie gilt zwei Jahre ab Kaufdatum und wird vom Gesetzgeber geregelt. Der Händler ist innerhalb dieser Zeitspanne verpflichtet, einen Produktmangel kostenlos zu beseitigen - entweder per Reparatur oder Umtausch. Geht ein Händler jedoch pleite, verfällt damit der Anspruch auf Gewährleistung. Das kann vor allem bei finanzschwachen Online-Shops passieren. Für den Kunden ist die Gewährleistung dennoch besser als die Garantie, die lediglich eine freiwillige Zusatzleistung des Herstellers ist und einen entscheidenden Nachteil mit sich bringt: Der Hersteller kann die Bedingungen ganz nach Belieben festlegen, so dass die Garantieleistungen oft hinter den Gewährleistungsansprüchen zurückbleiben. So gibt es beispielsweise auf manche Produkte nur eine tatsächliche Garantie von einem Jahr.

Lassen sie sich also nicht zu einem spontanen Kauf verleiten, oft ist das Schnäppchen, wenn es genauer betrachtet wird nicht unbedingt sein Geld wert. Dies gilt vor allem auch bei Online Angeboten in zb. eBay, hier werden oft zu extrem günstigen Preisen Geräte angeboten die aus einer Produktion stammen die nicht für Deutschland gedacht war. Da gibt es dann sehr häufig Probleme bei der Garantieabwicklung oder schlicht und einfach fehlende Test- und Gütesiegel.

Unser Tipp erst bei der Stiftung Warentest vorbei scheuen (http://www.test.de/) und dann zum gezielten kauf schreiten.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 16. Juli 2010 um 09:49 Uhr
 

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