| Telefonieren verboten |
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Wer zuhause ein schnurloses Telefon in Betrieb hat, der muss sich unter Umständen ein neues zulegen. Geräte nach älteren Standards dürfen seit diesem Jahr nicht mehr betrieben werden. Seit dem 1. Januar 2009 ist die Nutzung von Telefonen nach den Standards CT1+ und CT2 verboten, weil die Bundesnetzagentur deren Frequenzebereiche neu zugeordnet hat. Die moderneren DECT-Telefone sind davon nicht betroffen. Allerdings laufen die wenigsten Gefahr, dass der Einzelhandel einem die neuerdings verbotenen Restbestände andrehen will: Diese Telefone werden im Laden schon länger nicht mehr angeboten. Einige Händler haben sogar Listen mit den vom Verbot betroffenen Modellen ausliegen. Beim Online-Einkauf gut hinschauenGanz anders sieht es im Internet aus. Der Betrieb dieser Telefone ist zwar verboten, nicht aber deren Verkauf. Deshalb wird weiterhin munter alles verkauft, was Ärger verursachen kann. Weit und breit kein Hinweis, dass die Nutzung dieser Telefone jetzt verboten ist. Die Anbieter haben nichts zu befürchten, der Verkauf ist ja erlaubt. Seriöse Einzelhändler aus Deutschland bieten im Internet zwar keine dieser Telefone an, aber deren Zubehör wie etwa Akkus. Dinge, die seit dem 1. Januar für den Kunden völlig nutzlos geworden sind. Ärger gibt's nur bei StörungenTrotz Verbot: Eine Hexenjagd auf illegale Telefonnutzung wird es jedenfalls nicht geben. Die Bundesnetzagentur will unaufgeregt vorgehen. Erst mal abwarten, ob es überhaupt zu Störungen kommt. Diese würden sich dann am eigenen Telefon oder im Mobilnetz durch Rauschen bemerkbar machen. Drahtloses Internet etwa ist nicht betroffen. Treten Störungen auf, werden die betroffenen Telefonbesitzer informiert und beraten. Wer danach allerdings darauf besteht, sein altes Telefon weiter zu nutzen, für den kann es recht teuer werden. Dann rückt der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur an. Dessen Einsatz und das fällige Bußgeld können dann schon mal 1.000 Euro ausmachen. Alte Telefone besser austauschenWenn sie noch alte CT1- und CT2-Telefone haben, sollten sie diese gegebenenfalls gegen modernere Geräte austauschen. Eine gute Liste mit betroffenen Geräten hat die Redaktion des TV-Magazins der Computerzeitschrift c't zusammengetragen. Viele der alten Geräte stammen auch von der Telekom – die informiert auf einer eigenen Webseite über die betroffenen Geräte. Auch auf den Internetseiten der Bundesnetzagentur gibt's weitere Infos. Bei Fragen können sie auch den Verbraucherservice der Bundesnetzagentur unter 030 / 22 480 500 anrufen. Und noch ein Tipp: Beim Neukauf sollten sie auf strahlungsarme Schnurlostelefone achten. Viele schnurlose Telefone nach DECT-Standard geben noch rund um die Uhr Funkimpulse ab, ob telefoniert wird oder nicht – das muss heute nicht mehr sein.
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